Barbara: „Erst unterm Kreuz fand ich den ersehnten Frieden“

Mein Name ist Barbara Kasper, geboren 1975. Gemeinsam mit meinem Mann und unserem Sohn wohne ich in Rohrbach, wo ich auch aufgewachsen bin. Meine beiden Schwestern und ich genossen eine sehr glückliche, behütete Kindheit. Unsere Eltern waren immer für uns da und auch der christliche Glaube hatte einen hohen Stellenwert in unserer Familie.

Obwohl noch niemand im biblischen Sinn gläubig war, wurden mir dennoch schon wichtige Wahrheiten ins Herz gelegt, worüber ich sehr dankbar bin. So war es für mich seit frühester Kindheit an klar, dass Gott der Schöpfer des Universums ist und auch an seiner Liebe und Allmacht hatte ich keine Zweifel. Nur wenn der alljährliche Karfreitag kam war ich irgendwie traurig und verstand nicht, warum diese Leute damals zu Jesus, der doch nur Gutes tat, so grausam und ungerecht sein konnten. Ich sah den Sinn dahinter nicht, und schon gar keine Verbindung zu mir selber.

In meiner Jugendzeit verschwanden diese Gedanken nach und nach und ich führte ein durchschnittliches Teenagerleben, das geprägt war von Discobesuchen, Alkohol, Rauchen, Freundschaften, Liebeskummer… Ich fühlte mich nicht schlechter als andere, schließlich lebten ja alle mir damals Bekannten so. Doch manchmal regte sich mein Gewissen und dann fand ich meine Lebensweise doch ziemlich oberflächlich und sinnlos. Zu dieser Zeit fing meine Mama an, in der Bibel zu lesen und einen Hauskreis zu besuchen. Das war für uns alle recht neu und meine ältere Schwester und ich machten uns anfangs auch lustig darüber. Glücklicherweise ließ sich meine Mutter nicht von ihrem Weg abbringen und als wir sahen wie wichtig ihr das Ganze war, wurden wir doch neugierig.

So kam der Tag, an dem meine Schwester und ich sie einmal zu so einem Hauskreis begleiteten. Die gute Atmosphäre bei diesen netten Leuten sprach mich an und die Bibel als Gottes unfehlbares Wort zweifelte ich sowieso nie an. Nachdem die Besuche im Hauskreis und das Lesen der Bibel zur Regelmäßigkeit wurden, dachte ich nun, ich wäre jetzt Christ, schließlich bemühte ich mich ja, mein Leben nach Gottes Wort auszurichten. Die Worte ‚Buße‘, ‚Bekehrung‘, ‚Wiedergeburt‘ usw. waren für mich damals nur Begriffe, die ich dann und wann zwar aufschnappte, womit ich aber nicht wirklich etwas anfangen konnte.

Natürlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Heilsgewissheit und die Enttäuschung über meine Versuche, Gottes Wort mit meinen Bemühungen gerecht zu werden, wurde immer größer. Ich war sehr frustriert, weil ich richtig erkannte: „Das schaffe ich sowieso nie!“

Im November 1996 wurde ich zu einem Wochenende in ein christliches Seminarzentrum eingeladen. Das Thema der Vorträge stand unter dem Motto: „Glauben heißt nichts wissen!? Was muss ich wissen um zu glauben?“ Ich saugte diese Predigten richtig in mich auf, denn so genau hatte ich zuvor das Evangelium noch nie gehört. Dort wurden die Begriffe, angefangen vom ‚Sündenfall‘ bis hin zur ‚Bekehrung‘, so anschaulich anhand von vielen Beispielen erklärt, dass auch ich mich damit identifizieren konnte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie glücklich und erleichtert ich war, als ich verstand, dass Christsein nicht bedeutet, immer besser zu werden um vor Gott bestehen zu können. – Jesus hat schon alles getan als er am Kreuz für meine Sünden starb und bietet mir nun Vergebung für mein verkehrtes Leben an!

Dieses unbeschreiblich große Geschenk nahm ich natürlich mit Freude an und ab diesem Zeitpunkt war ich mir nun endlich meiner Errettung gewiss!

Damals war ich 21 Jahre alt. Ich war überglücklich und konnte mir nicht vorstellen, dass es Menschen gab, die dieses Angebot der Vergebung ablehnten, sobald sie den Sinn des Evangeliums verstanden. Doch leider wurde ich eines Besseren belehrt, und ausgerechnet mir nahestehende Personen konnten meine Freude und Begeisterung nicht mit mir teilen, was mich sehr enttäuschte und traurig machte.

Nun würde ich gerne berichten, dass es in meinem Leben keine Probleme mehr gäbe seit ich Jesus kennengelernt habe. Aber auch in einem Christenleben gibt es Schwierigkeiten verschiedenster Art. Vieles werde ich erst verstehen, wenn ich bei meinem Vater im Himmel bin. Aber manche Nöte sind die Konsequenz von meinem eigenen Fehlverhalten.

Eins weiß ich aber ganz gewiss: dass Gott, der Schöpfer des Universums, den Überblick nicht verliert, – weder im Leben eines jeden seiner Kinder, noch im großen Weltgeschehen. Er hält sein Versprechen, wie wir in Matthäus 28,20 nachlesen können, dass er alle Tage bei uns ist, bis an das Ende der Weltzeit.

Das gibt mir Zuversicht und Trost auch in schwierigen Situationen. Und das endgültige „Happy end“ wird es wohl erst nach diesem irdischen Leben geben, wenn ich bei Jesus im Himmel sein darf, – meiner wahren Heimat. Diese Vorfreude wünsche ich allen, die sich vielleicht bis jetzt noch nicht so viele Gedanken über die Ewigkeit gemacht haben.

Abschließend kann ich nur dazu ermutigen, sich den wirklich wichtigen
Fragen des Lebens zu stellen. Mach dich auf die Entdeckungsreise durch die Bibel, denn nur dort findest du die richtigen Antworten!

Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht.
Klagelieder 3,25